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Die Wasserschildkröten

🦎 Reptilien

Haltung

  • In einem Aussenbecken, aus Beton gefertigt, mit PVC-Folie (mindestens 0,8 cm).
  • Beim Aushub wird das Gelände so nivelliert, dass Absätze in verschiedenen Höhen entstehen.
  • Ist das Becken einmal fertig, muss man in jedem Fall 2 bis 3 Monate warten, bevor man die Schildkröten hineinsetzt. Das Gefälle und die Böschungen werden so vorgesehen, dass die Schildkröten jederzeit an den Beckenrand heraussteigen können, um ein Sonnenbad zu nehmen.
  • Beispiele für Beckenpflanzen: Lotos, Seerose, Wasserhyazinthe, Hahnenfuss, Papyrus, Schachtelhalm, Iris, Froschlöffel…
  • Die tropischen Arten, die aufgrund ihrer Wärmeansprüche nicht das ganze Jahr über im Freien bleiben können, benötigen ein Aquarium.
  • Das Aquarium ist eine künstliche Umgebung, in der es besonders illusorisch ist, ein natürliches Biotop nachzubilden; die Priorität wird daher einer einwandfreien Hygiene eingeräumt.
  • Die Einrichtung umfasst einen Landteil, der ein Drittel der Gesamtfläche des Aquariums einnimmt.
  • Die Reinigung des Beckens erfolgt etwa jeden Monat, beim Filter 2-3 Mal pro Monat.

Ernährung:

Die Wasserschildkröten sind nicht alle Fleischfresser, wie viele von uns anzunehmen geneigt sind. Einige Arten oder die Jungtiere sind Fleischfresser und werden im Erwachsenenalter überwiegend Pflanzenfresser. Doch die überwiegende Mehrheit der Wasserschildkröten ist allesfressend.

In Gefangenschaft berücksichtigt die Auswahl der den Schildkröten angebotenen Nahrung zwingend die Ernährungsbesonderheiten jeder Art. Die erwachsenen Tiere werden mindestens 2- oder 3-mal pro Woche gefüttert, während die Jungtiere täglich fressen müssen. Es gilt, ihnen die möglichst abwechslungsreiche Nahrung anzubieten.

An die Bedürfnisse der Schildkröten angepasste Nahrung:

  • Pflanzen und Früchte: Algen, Kresse, Wasserhyazinthe, Schraubenalgen, Löwenzahn, Römersalat, Randenblätter, Brokkoliblätter, Rübenblätter, Endivien, Mangold, Spinat, Hibiskusblätter und -blüten, Maulbeerblätter.
  • Fleisch: Kalbsleber, Herz und Muskelmagen von Geflügel.
  • Wirbeltiere: Mäuse, Ratten und andere Nagetiere, Frösche, Küken, ganze frische Fische (Elritzen, Rotaugen, Moskitofische, Guppys, Aale, Sandaale) sowie Lachsstücke und Seelachsfilet, Froschschenkel.
  • Wirbellose: Wasser- und Landschnecken, Krebstiere (Flusskrebse, Garnelen…), Zuckmückenlarven und Regenwürmer.
  • Künstliche Nahrung: Reptilienfutter (getrocknete Kroketten), Pudding (gefärbte gelatineartige Paste, deren Zutaten je nach Eingebung variieren! Beispiel: Speisegelatine, frische Forellen, frische Garnelen, Muscheln, Rindsschnitzel, Eier, Milch, Babygläschen, Kaninchen- oder Geflügelleber…)
  • Vitaminzusätze: Ist die Ernährung ausgewogen, ist es unnötig, welche hinzuzufügen. Hingegen kann man auf dem Beckengrund Bruchstücke von Austern- und Eierschalen verstreuen, die die Schildkröten regelmässig als Kalziumzufuhr fressen. Auch Tintenfischschulp ist empfehlenswert.

Ungeeignete Nahrung:

Pflanzen:

  • Kopfsalat, Endivie, Zucchini, Karotte, Gurke, Champignons, Erdbeere, Banane, Apfel, Rosenkohl, Blumenkohl, Chinakohl und Rübe
  • Fleisch:
  • Hirn, Nieren, Hackfleisch, gekochter oder roher Schinken.
  • Fische:
  • Sardine, Stint, Sardelle, Maifisch, Karpfen, Hering, Groppe, Wels, Goldfisch
  • Getrocknete Garnelen oder Bachflohkrebse.
  • Von Nahrung für Hunde und Katzen ist dringend abzuraten!

Fortpflanzung:

In der Regel sind die Weibchen grösser als die Männchen, doch das beste Unterscheidungsmerkmal ist die Dicke der Schwanzwurzel, die beim Männchen ausgeprägter ist.

Die tropischen Arten paaren sich das ganze Jahr über, doch die Weibchen neigen dazu, jedes Jahr in denselben Zeiträumen zu legen. Die Paarungsbalz ist je nach Art mehr oder weniger komplex und mehr oder weniger heftig. Aufgrund seiner Aggressivität kann das Männchen das Weibchen töten, insbesondere wenn dieses nicht willig ist; es ist daher ratsam, sie zu trennen und nur ein- bis zweimal pro Jahr zusammen in dasselbe Becken zu setzen, um die Paarung herbeizuführen.

Eiablage: Sie findet 3 bis 4 Wochen nach der Paarung statt. Das Weibchen sucht einen gut besonnten, feuchten und recht nah am Becken gelegenen Ort, oft in der Nähe der Geheegrenze. Es gräbt ein Nest und legt darin seine Eier ab, bevor es dieses wieder verschliesst. Der Eingang dieses Nests kann von einem geübten Auge erkannt werden, kann aber durchaus unbemerkt bleiben, so sorgfältig ist Frau Schildkröte!

Die Weibchen kümmern sich niemals um die Eier oder die Neugeborenen, von seltenen Ausnahmen abgesehen. Das Einsammeln der Eier erfolgt schnellstmöglich; je länger man wartet, desto riskanter ist der Vorgang. Das Drehen eines Schildkröteneis kann den Tod des Embryos verursachen. Anschliessend müssen sie in einen Brutkasten gelegt werden.

Winterstarre:

Die Wasserschildkröten gemässigter Klimazonen halten Winterstarre im Aussenbecken, und die Mehrheit überwintert im Wasser, doch einige Arten entscheiden sich für den Landteil des Beckens. Ein Unterschlupf aus Holz oder festem Material ist dann nötig, ebenso mehrere grosse Haufen aus Pflanzenmaterial (altes Stroh, gemähtes Gras, trockene Blätter oder Mist), die im Gehege angeordnet werden und unter denen sich die Schildkröten verkriechen können.

Häufige Krankheiten

Bei den Wasserschildkröten hängen die meisten Krankheiten mit der Wasserqualität, dem Fehlen einer beheizten Trockenzone oder einer unausgewogenen Ernährung zusammen.

Der Schlüsselpunkt: sauberes Wasser, eine beheizte Trockenzone, an der sich die Schildkröte vollständig abtrocknen kann, und eine abwechslungsreiche Ernährung beugen den meisten Problemen vor.

Geschwollene und geschlossene Augen sind sehr häufig und deuten auf einen Vitamin-A-Mangel hin. Die Schildkröte hat dann Mühe, die Augen zu öffnen, und frisst weniger.

Weiche, verfärbte oder beschädigte Stellen auf dem Panzer weisen auf eine Schädigung des Panzers hin (« Panzerfäule »), oft im Zusammenhang mit schmutzigem Wasser oder der Unmöglichkeit, sich gut abzutrocknen.

Ein unausgeglichenes Schwimmen (die Schildkröte neigt sich zur Seite), eine erschwerte Atmung oder eine Atmung mit offenem Maul deuten auf eine Infektion der Atemwege hin. Sie tritt oft auf, wenn Wasser oder Luft zu kalt sind.

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Rat des Tierarztes Eine gute Filterung, eine regelmässige Reinigung und ein gut beheizter Trockenplatz unter einer Lampe sind die besten vorbeugenden Mittel.

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Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen geschwollene oder geschlossene Augen, weiche oder beschädigte Stellen auf dem Panzer, Appetitverlust, Schildkröte, die reglos ausserhalb des Wassers bleibt.

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Wann sofort einen Tierarzt aufsuchen stark unausgeglichenes Schwimmen, Atmung mit offenem Maul oder pfeifende Atmung, sehr niedergeschlagene Schildkröte, die nicht mehr reagiert.

Zum Merken sauberes Wasser, eine beheizte Trockenzone und eine abwechslungsreiche Ernährung schützen das Wesentliche der Gesundheit. Diese Informationen ersetzen keine Konsultation.

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Eine Frage zu Ihrer Schildkröte? Die Tierarztpraxis Au Furet in Echichens ist auf exotische Heimtiere spezialisiert: +41 21 811 55 11, Online-Terminmehr erfahren.

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Notfall? Rufen Sie zuerst Ihre gewohnte Praxis an: Deren Anrufbeantworter nennt die Nummer des diensthabenden Tierarztes. Das Vorgehen ansehen.

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