Sie gehören sicherlich zu den Echsen, die beim breiten Publikum die meisten Mythen ausgelöst haben, und sind gleichbedeutend mit monströsen Riesen!
Wenn man sich jedoch die Zeit nimmt, sich mit ihnen zu befassen, stellt man fest, dass es faszinierende, prächtige Tiere sind, über die man tatsächlich noch wenig weiss.
Man kann sie in verschiedenen Biotopen finden (Wüste, tropischer Wald, Meeresküste, Felszone). Sein berühmtester Vertreter ist der Komodowaran, der 54 kg erreichen kann und die einzige Echse ist, die den Menschen zu ihrem Mittagsmahl machen könnte.
Die Warane sind in der Regel tagaktiv und fleischfressend. Sie gelten zudem als die intelligentesten Echsen.
Haltung
- In Gefangenschaft werden die Warane in 2 Gruppen unterteilt:
- Jene, die eine Grösse von über 120 cm erreichen
- Ihre Haltung erfordert massgefertigte Anlagen, ja sogar eigens eingerichtete Räume.
- Jene, deren Grösse unter 120 cm liegt.
- Sie können im Terrarium gehalten werden.
- Kein Terrarium aus Glas für die scheuen Arten, die sich auf der Flucht daran stossen würden. Frontöffnung mit Schiebetüren und Verriegelungen! Gute Belüftung. Bad.
- Die Heizung mit Keramiklampe. Thermostat + Schutz. Schaffung lokaler Wärmepunkte. Etwa zwischen 22 und 40 °C (jede Art ist mehr oder weniger unterschiedlich). In der Natur verbringen sie Stunden damit, sich der Sonne auszusetzen, um sich zu wärmen, aber auch um die für ihre gute Gesundheit unerlässlichen UV-Strahlen zu nutzen. Die Beleuchtung muss daher vorgesehen werden.
- Für baumbewohnende Arten: Äste und Laub, Kork an den Terrarienwänden. Für bodenbewohnende Arten: hohler Stamm, aufgeschichtete flache Steine, Bretter usw.
- Substrat: Je nach Biotop der Art (bei tropisch: Späne oder Pinie, bei trocken: Buchenspäne oder Kalziumsand evtl.)
- Die Hygiene ist für die Gesundheit der Tiere sehr wichtig: Desinfektion des Terrariums 1-mal pro Woche, das Wasserbecken täglich gewechselt und das Anfassen des Tieres stets mit sauberen Händen. Übermässig penible Reinigungen ebenfalls vermeiden, um übermässigen Stress zu verhindern.
Ernährung
- In freier Wildbahn Ernährung von Vögeln, Säugetieren, Insekten, Eiern, Amphibien, Krebstieren, Gliederfüssern.
- In Gefangenschaft dieser Vielfalt möglichst nahekommen. Insekten, mit Kalzium bestäubt, und für die körperliche Bewegung des Warans Echsen, andere Säugetiere und Vögel. Sie brauchen zunächst einmal eine kalziumreiche Nahrung.
- Die Jungtiere werden täglich in guter Menge gefüttert, ebenso die Weibchen in der Fortpflanzung nach der Operation. Die Männchen werden mässiger gefüttert. Vorsicht vor Fettleibigkeit!
- Beim Füttern grosse Aufmerksamkeit walten lassen, mit langen Zangen. Und eine Beute pro Waran, die gefrässigsten sollten separat sein.
Fortpflanzung
- Bis heute wenige Beobachtungen. Eierlegend, Anzahl und Grösse der Eier variabel. Noch immer viele Wissenslücken und Schwierigkeiten bei der Geschlechtsbestimmung.
Schutz
- Die Warane waren stets Opfer der Menschen, sei es wegen ihrer Überzeugungen, für ihr Fleisch oder für ihre Haut.
- Alle Waranarten sind derzeit geschützt, was für lebende oder tote Exemplare (in Form von Häuten) gilt (Washingtoner Artenschutzübereinkommen).
- Die Schaffung von Schutzgebieten und die Entwicklung ernsthafter Nachzuchtprogramme in Gefangenschaft sind sicherlich die einzigen Lösungen, damit manche Arten dem völligen Aussterben entgehen.
Häufige Krankheiten
Bei den Waranen hängen die meisten Gesundheitsprobleme mit der Ernährung und der Einrichtung des Terrariums zusammen.
Vor allem zu beachten: Ein gesunder Waran hängt von einem gut durchdachten Terrarium (Wärme, UV, gesicherter Wärmepunkt) und einer ausgewogenen, kalziumreichen Ernährung ab.
Ein Kalziummangel schwächt das Skelett und das Tier. Umgekehrt führt eine zu reichhaltige oder zu üppige Nahrung schnell zu Übergewicht (Fettleibigkeit), das bei wenig aktiven Männchen häufig ist.
Die Parasiten (innere oder äussere) sind häufig, vor allem bei einem kürzlich erworbenen Tier. Sie können zu einer Abmagerung oder anormalem Kot trotz gutem Appetit führen.
Schliesslich kann ein schlecht geschützter Wärmepunkt (Lampe, Keramikstrahler) Verbrennungen verursachen. Der Waran, der die Wärme sucht, verletzt sich an einer nicht vergitterten Wärmequelle. Auch Äste und Kanten können Wunden verursachen.
Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen Abmagerung, übermässige Gewichtszunahme, verminderter Appetit, auffälliger Kot, Schwäche oder Gliedmassen, die schlecht tragen.
Wann sofort einen Tierarzt aufsuchen Verbrennung oder offene Wunde, apathisches Tier, das nicht mehr reagiert, anhaltende völlige Nahrungsverweigerung.
Zum Merken Wärme, UV, Kalzium, ein gesicherter Wärmepunkt und angepasste Rationen beugen den meisten Gesundheitsproblemen vor. Diese Informationen ersetzen keine Konsultation.