Die ersten Rennmäuse wurden 1954 in die USA eingeführt. Sie stammten aus der Mongolei. Ihre ursprüngliche Farbe ist braungrau, doch es gibt zahlreiche Mutationen: schwarz, gelb, cremefarben, zweifarbig.
Ihr Schwanz ist kürzer als ihr Körper. Eine Bauchdrüse mit Talgabsonderung erlaubt es ihr, ihr Revier zu markieren.
Lebensraum:
- Es ist ein tagaktives Tier, das ursprünglich in Wüstengebieten lebt. Der Käfig muss angemessen gross sein: mindestens 60x35x35. Man kann auch ein Aquarienbecken verwenden. Die Einstreu ist wöchentlich, sogar 2-mal pro Woche zu wechseln.
- Substrat: Holzspäne, Hanfstreu, Heu, Stroh.
- Ein Sandbad ist notwendig; sie wälzen sich darin, um den überschüssigen Talg auf der Haut zu entfernen.
- Umgebungswert: 20–22 Grad
Ernährung:
- Vegetarische Ernährung mit Neigung zum Allesfresser
- Pellets aus dem Handel (18 bis 22 % Eiweiss)
- Sämereienmischung
- Ergänzungsfutter: Gemüse, frisches oder getrocknetes Obst, Käse.
- Vitamin-C-reiche Früchte vermeiden (Zitrusfrüchte, Kiwi)
Pflege:
- Keine besondere Pflege.
Häufige Krankheiten
Die Rennmaus kann Haut- und Parasitenprobleme, Verdauungs- und Zahnstörungen sowie kurze nervöse Anfälle aufweisen.
Manche Rennmäuse erleiden kurze Anfälle, während derer sie erstarren oder zittern (nervöse Anfälle, eine Form von Epilepsie). Das ist oft harmlos, sollte aber stets Ihrer Tierärztin gemeldet werden.
Ihre Zähne wachsen ein Leben lang. Nutzen sich die Schneidezähne schlecht ab (Malokklusion), sabbert das Tier, frisst weniger und magert ab. Die Haut kann auch von Parasiten oder einem Pilz (Mykose) befallen sein, mit Juckreiz, struppigem Fell und Haarausfall.
Eine Kruste oder eine Wunde um die Nase (Nasendermatitis) ist häufig und sollte vorgezeigt werden. An der Drüse unter dem Bauch kann sich eine Knubbel bilden. Und: Fassen Sie eine Rennmaus niemals am Schwanz, denn ihre Haut löst sich sehr leicht ab.
Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen ein nervöser Anfall, eine Kruste an der Nase, ein Tier, das sabbert oder abmagert, ein Knubbel am Bauch, Juckreiz oder Haarausfall.
Wann sofort einen Tierarzt aufsuchen ein anhaltender oder sich wiederholender Anfall, ein stark geschwächtes Tier, das nicht mehr frisst, ein ausgeprägter Durchfall.
Rat des Tierarztes halten Sie die Rennmaus niemals am Schwanz; stützen Sie ihren ganzen Körper in der Hand.
Zum Merken die kurzen Anfälle sind oft harmlos, sollten aber gemeldet werden. Diese Informationen ersetzen keine Konsultation.