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🐰

Die Kaninchen

🐰 Kaninchen

Das Kaninchen ist im zoologischen Sinne kein Nagetier, sondern ein Hasenartiger. Es besitzt nämlich 4 obere Schneidezähne, während die Nagetiere nur 2 haben.

Ein Zwergkaninchen von einem gewöhnlichen Kaninchen unterscheiden:

Das Zwergkaninchen zeichnet sich durch sein Gewicht (0.8 bis 1.5 kg), seine Grösse (unter 21 cm) und die Länge seiner Ohren (kleiner oder gleich 6 cm) aus. Die gewöhnlichen Kaninchenrassen sind viel grösser und wiegen 2 bis 7 kg.

Haltung:

Kann allein, in der Gruppe oder notfalls mit anderen Tieren zusammenleben (Beispiel: Meerschweinchen)

Achtung bei zwei Männchen im selben Käfig (Kampfgefahr)

Die Weibchen können sich als recht aggressiv erweisen, vor allem während der Brunst.

Reviermarkierung durch Reiben des Nasenrückens oder des Kinns an den Möbeln

Empfindlich gegenüber jeder Veränderung seiner Umgebung.

Bei Freilauf Achtung vor Stromkabeln. Bei Haltung in einem der Tiergrösse angepassten Käfig: Informationen unter: blv.admin.ch

Der Käfig muss an einem ruhigen Ort aufgestellt werden.

Die optimale Umgebungstemperatur: 18–20 Grad

Die Einstreu (Heu, Stroh, Holzspäne oder Einstreu aus dem Handel, Hanfstreu sehr empfohlen) muss trocken bleiben und 1- bis 2-mal pro Woche erneuert werden

Stellen Sie ihm Holzstücke oder Zweige von Obstbäumen zur Zahnabnutzung zur Verfügung. Dies erlaubt auch, die Gesundheit seiner Zähne zu kontrollieren, vor allem im ersten Lebensjahr (Anzeichen einer Zahnfehlbildung: Mangelernährung, Verhaltensänderung, Durchfall, Speicheln usw.)

Tägliches Bürsten, vor allem bei Angora-Rassen.

Ernährung:

Pflanzenfresser: 2 mögliche Ernährungsformen.

  • Traditionell auf der Basis von Wurzeln oder Knollen (Karotten), Schrot (Weizen, Hafer, Gerste oder Mais), Heu (Luzerne oder Hülsenfrüchte) und frischem, nicht befeuchtetem Grünzeug.
  • Kommerziell, bestehend aus geeigneten und ausgewogenen Pellets, dazu Heu und etwas frisches, nicht feuchtes Grünzeug.
  • Zu vermeidende Nahrung: Hahnenfuss, Herbstzeitlose, Klatschmohn und Zimmerpflanzen.
  • Futter nach Belieben: Obst
  • Futter in Massen: Haselnüsse, Mandeln, Leckerlis, Kekse.

Pflege:

  • Die Einstreu muss oft gewechselt werden, um den recht starken Uringeruch zu beseitigen.
  • Das tägliche Bürsten ist bei einem Angora-Exemplar unerlässlich.
  • Die Beobachtung der Haut ist bei Ihrem Kaninchen sehr wichtig. So können Sie ein Problem erkennen, bevor es sich verschlimmert.

Häufige Krankheiten

Beim Kaninchen betreffen die häufigsten Konsultationsgründe die Zähne (Malokklusion), die Haut (Räude, Dermatophytose, Flöhe) und denVerdauungsapparat.

Die Haut und das Fell. Das Kaninchen kann sich Hautparasiten einfangen. Die Flöhe («Pulikose») verursachen Juckreiz: Man erkennt kleine schwarze Punkte im Fell, die ihr Kot sind. Die Räude wird durch winzige Milben (mit blossem Auge unsichtbare Parasiten) verursacht: Beim Kaninchen befällt sie oft das Ohr, wo sie dicke Krusten bildet und es den Kopf schütteln lässt. Die Dermatophytose («Hautpilz») ist eine Infektion der Haut durch einen Pilz: Sie hinterlässt runde, haarlose Stellen – und sie überträgt sich auf den Menschen, waschen Sie sich daher die Hände, nachdem Sie ein Kaninchen mit schuppender Haut angefasst haben.

Die Zähne – der wichtigste Punkt. Die Zähne des Kaninchens wachsen ständig, ein Leben lang, ein wenig wie unsere Nägel. Sie nutzen sich normalerweise ab, wenn es Heu und Holz nagt. Nutzen sie sich schlecht ab – oft weil sie schlecht ausgerichtet sind –, wachsen sie zu stark und verletzen schliesslich das Maul: Das ist die «Malokklusion», die häufigste Zahnstörung beim Kaninchen. Ein Zahn kann auch abbrechen (Fraktur) oder sich an der Wurzel entzünden und einen Eiterbeutel («Abszess») bilden.

Der Bauch und die Fortpflanzung. Beim Kaninchen darf die Darmpassage niemals stillstehen. Beim nicht kastrierten Weibchen sind Gebärmuttertumoren im Alter häufig – das ist einer der Gründe, weshalb die Kastration oft empfohlen wird.

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Wann rasch einen Tierarzt aufsuchen Schuppende Haut, Krusten im Ohr, Juckreiz, oder ein Kaninchen, das sabbert, sein Futter aussortiert oder abmagert.

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Wann sofort einen Tierarzt aufsuchen Ein Kaninchen, das nicht mehr frisst und und seit einigen Stunden keinen Kot mehr absetzt, teilnahmslos daliegt oder schlecht atmet: Das ist ein Notfall, rufen Sie ohne Verzug an.

Zum Merken Überwachen Sie vor allem Appetit, Kot und Zähne. Diese Informationen ersetzen keine Konsultation.

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Eine Frage zu Ihrem Kaninchen? Die Tierarztpraxis Au Furet in Echichens ist auf exotische Heimtiere spezialisiert: +41 21 811 55 11, Online-Terminmehr erfahren.

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Notfall? Rufen Sie zuerst Ihre gewohnte Praxis an: Deren Anrufbeantworter nennt die Nummer des diensthabenden Tierarztes. Das Vorgehen ansehen.